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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Obgleich es entstehungsgeschichtlich von Klavierkonzerten umgeben ist, erweist sich das Quintett keineswegs als ein verkapptes Konzert für Klavier mit Begleitung der Bläser. Es verwirklicht vielmehr eine kammermusikalische Balance, in der zwar das Klavier dominieren kann, aber ebensogut ein umgekehrtes Verhältnis möglich ist: Kantilenen der Bläser, vom Klavier zurückhaltend grundiert, etwa in der Largo-Einleitung oder im Larghetto, dem mittleren Satz. Die Gleichwertigkeit der fünf Partien, die Mozart genial in ihrer klanglichen Eigenart erfasst, erlaubt nicht nur eine Verschränkung der Stimmen, ein bruchloses Weiterreichen der Motive von einem Instrument zum anderen, sie eröffnet auch einen unerschöpflichen Reichtum farblicher Mischungen und Kombinationen. Daher erscheint es auch konsequent, dass Mozart die Cadenza in tempo im Schlusssatz von allen fünf Instrumentalisten ausführen lässt. (Harenberg Kammermusikführer)

Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 452



Walther Geiser (1897-1993) Komponist, Lehrer und Geiger studierte Violine bei Fritz Hirt und Komposition bei Hermann Suter am Konservatorium Basel und unter Busoni an der Akademie der Künste in Berlin. Von 1924 bis 1963 unterrichtete Geiser am Konservatorium Basel zuerst Violine und Ensemblespiel, später Komposition und Orchesterleitung. "Von den Einflüssen der Spätromantik und des französischen Impressionismus, die ihn ganz zu Anfang bestimmt haben mochten, kam er früh schon los, weil er das Objektive, Überpersönliche der zuchtvoll gebundenen Form dem ich-bezogenen, masslosen Sichverströmen vorzog: Busonis Unterweisung bestätigte ihm hierin, was seine Liebe zu Bach und Mozart ihn schon gelehrt hatte." (Hansjörg Pauli, 1964)

Divertimento für Bläserquartett op. 55



Ludwig van Beethoven (1770-1827) schrieb das Quintett, das er dem Fürsten Joseph zu Schwarzenberg widmete, für seine eigenen Wiener Konzerte. Daraus erklärt sich das Übergewicht des Klavierparts, der ausgreifend und konzertant gehalten ist, gegenüber den Bläsern. Während hier bereits Beethovens neuer Klavierstil zum Ausdruck kommt, verharren die vier Bläser weitgehend im konventionellen Serenadenton, den der junge Komponist aus seiner Bonner Zeit nach Wien mitbrachte. In diesem Nebeneinander liegt jedoch der grosse Reiz des Stückes. (Harenberg Kammermusikführer)

Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, Es-Dur Opus 16



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