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Sergej Prokofiew (1891-1953)

komponierte die Flötensonate in der Zeit vom September 1942 bis Frühling 1943 in Alma-Ata (Kasakstan) im neoklassizistischen Stil. Nach der Uraufführung am 7.12.43 in Moskau entstand eine Zweitfassung, weil „die Flötisten keine Eile zeigten, sich mit ihr zu beschäftigen“ (Swjatoslaw Richter, Pianist der Uraufführung).
Aus der Autobiografie von Prokofiew: „Was die Flötensonate anbetrifft, so haben sich für sie die Violinspieler interessiert, und vor kurzem haben David Oistrach, einer unserer grössten Geiger, und ich zusammen eine Bearbeitung für Violine geschaffen.“
1.Satz: Enthält ein kantables und ein marschartig punktiertes Thema. Gemahnt an eine barocke Kirchensonate.
2.Satz: Humor und Spottlust mit Scherzocharakter.
3.Satz: In Form einer 3-teiligen Romanze.
4.Satz: Musikantisches Rondo-Finale.


Sonate D-Dur op. 94

Moderato
Allegretto scherzando
Andante
Allegro con brio




Michail Glinka (1804-1857)

Das 1832 in Mailand entstandene Trio steht für die dunklen Seiten von Glinkas Italienreise. Nicht nur, dass seine zahlreichen tatsächlichen und eingebildeten körperlichen Gebrechen auch in südlichem Klima nicht geheilt werden konnten - die Sehnsucht nach Russland und nach grossen künstlerischen Aufgaben ergriff den Komponisten, der während seines Italienaufenthaltes bislang wenig und fast nur unbedeutsame Gebrauchsmusik geschrieben hatte. „Damals gelang es mir noch, meiner Leiden einigermassen Herr zu werden, und ich schrieb ein Trio für Klavier, Klarinette und Fagott. Meine Freunde, Künstler des Teatro alla Scala - Tassistro, ein Klarinettist und der Fagottbläser Cantú - begleiteten mich, und nach Beendigung des Finales sagte letzterer bestürzt: „Ma questo e disperazione!“ Und ich war in der Tat verzweifelt... Meine Gliedmassen waren wie abgestorben, ich glaubte zu ersticken, konnte weder essen noch schlafen und verfiel in jene ungeheure Verzweiflung, die ich in dem erwähnten Trio zum Ausdruck gebracht habe“ (Glinka).


Trio Pathétique

Allegro moderato
Scherzo-Trio-Tempo primo
Largo
Allegro con spirito


R


Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908) Das Quintett entstand (zusammen mit dem Streichsextett A-Dur) als Beitrag zu einem Wettbewerb der Russischen Musikgesellschaft 1876. Obwohl hier das kompositionstechnische Element etwas zurückgenommen wurde, sind beide Werke von Doppelfugen, einfachen Fugen und Fugati geprägt - und in beiden Stücken sah Rimski-Korsakow noch nicht seine eigene Sprache verwirklicht. Von der Wettbewerbskommission wurde das Sextett gelobt, das Quintett blieb unbeachtet.

Quintett

Allegro con brio
Andante
Rondo


R

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